Verein zum Erhalt und zur Förderung der Grundschule Fischbach
- Vorstandschaft -
|
|
| Vorsitzender: Reinhard Heinl | Stellvertreter: Michael Roßmann |
| Kassiererin: Anita Huf | Schriftführer: Judith Frankerl |
| Beisitzer: Karl-Heinz Pongratz | Beisitzerin: Birgit Kaiser |
| Beisitzerin: Claudia Windl | Beisitzerin: Annemarie Heinl |
| Beisitzer: Erhard Liebl | Beisitzer: Sandra Fischer-Igl |
| Kassenprüferin: Alexandra Ederer | Kassenprüferin: Sigrid Igl |
Entstehungsgeschichte des
Fördervereins zum Erhalt der Grundschule Fischbach
Nachdem aus einer Pressemitteilung im März des Jahres 1995 zu erfahren war, dass
die Grundschule Fischbach aufgrund rückläufiger Schülerzahlen zum 01.08.1995
geschlossen werden sollte, rührte sich der Unmut bei der Fischbacher
Bevölkerung.
Die Absicht zur Schließung wurde von der bayerischen Staatsregierung im Zuge der
Einsparmassnahmen ins Auge gefasst, da nach deren Auffassung
jahrgangskombinierte Klassen an kleinen Schulstandorten mit höheren
Verwaltungskosten einhergehen.
Seit Anfang der 80er Jahre wurden wegen der geringen Schülerzahlen bereits
jahrgangskombinierte Klassen eingeführt, um einen Unterricht am Schulstandort
Fischbach fortzuführen. Diese Vorgehensweise stand allerdings im Widerspruch zum
Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz, wo eine getrennte Unterrichtung
der Jahrgangsklassen vorgesehen ist.
Über die beabsichtigte Schließung der Grundschule war den Bürgern und den
Stadträten von Fischbach nichts bekannt.
Aufgrund der oben genannten
Pressemitteilung wurde durch den Elternbeirat zu einer Demonstration am Sonntag,
den 19.03.1995 aufgerufen. Diesem Aufruf folgten mehr als 600 Fischbacher
Bürger, die sich so eindrucksvoll für einen Erhalt der Schule in Fischbach
aussprachen. Trotz widriger Wetterbedingungen nahmen auch namhafte Politiker an
der Versammlung am Fischbacher Dorfplatz teil.
An dieser Versammlung nahm auch der Elternbeirat der Grundschule Nittenau teil,
der auf mögliche Probleme bei einer Eingliederung der ca. 60 Fischbacher Schüler
hinweisen wollte. Hauptgrund dieser Besorgnis war, dass die bisherige
Klassenstärke auf über 30 Schüler pro Klasse anwachsen könnte. In diesem
Zusammenhang stand die Befürchtung, dass die vorhandenen Klassenräume für die zu
erwartende Schülerzahl nicht ausreichend sein würde.
Der Arbeitsaufwand des Vereins zum Erhalt der Grundschule Fischbach wurde durch
eine Vielzahl der Mitglieder geleistet, die namhafte Politiker der Region und
auch Interessenverbände mit Briefen anschrieben, und um Unterstützung ihres
Anliegens warben.
Im Laufe der Zeit kam es zu mehreren Versammlungen des Fördervereins, der den
aktuellen Stand der Entwicklung an die Fischbacher Bürger weitergab. Über die
Arbeit und die Ergebnisse wurde auch in der regionalen Presse berichtet.
Höhepunkt dieser Bemühungen dürfte der Besuch der damaligen Kultusministerin,
Frau Monika Hohlmeier, gewesen sein. Während ihres Aufenthalts an der
Fischbacher Grundschule schrieb sie sich in das „goldene Buch“ der Stadt
Nittenau ein, und vermerkte dazu schriftlich, dass während ihrer Amtszeit sie
sich für die wohnortnahe Grundschule einsetzen würde.
|
|
|
|
|
Diese Aussage setzte einen
Schlusspunkt hinter all den Bemühungen derer, die eine Auflösung der Grundschule
Fischbach ins Auge fassten.
In den folgenden Jahren hat sich der Förderverein auch dahingehend neu
definiert, dass dieser Projekte an der Grundschule Fischbach unterstützt, die
unmittelbar den Schülern zugute kommen.
So bildete sich eine Interessengemeinschaft heraus, die eine musikalische
Frühförderung der Kinder unterstützte. Das Projekt der Pausenpower, welches die
komplette Umgestaltung des Pausenhofs zum Ziel hatte, wurde ebenfalls durch
Mitglieder des Fördervereins unterstützt.
Im Bereich der Lehrmittel wurden durch den Förderverein Lesekästen angeschafft,
die an die Schüler der 1. Klasse verleiht werden. Die Verwaltung, Beschaffung
und Pflege dieser Lesekästen wurde bisher von Frau Alexandra Ederer und Gerlinde
Frankerl wahrgenommen.
Auch künftig möchte der Verein zum Erhalt der Grundschule Fischbach seine Aktivitäten an den Bedürfnissen dieser Schule anpassen. Dazu bedarf es auch der Mitarbeit all jener Eltern, die gegenwärtig ihre Kinder an dieser Schule zum Unterricht schicken. Sie alleine können dazu beitragen, bisher Erreichtes zu bewahren, und mit neuen Innovationen aufzuwarten, um den Schulstandort Fischbach nachhaltig zu unterstützen.
von Klaus Mascha, ehemaliger und langjähriger 1. Vorsitzender des Fördervereins